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Bürokratieabbau im Naturschutz? Fehlanzeige!


Zwei Beispiele aus unserer Praxis zeigen, wie mühsam und zeitaufwendig Umweltschutz in Deutschland ist.


Beispiel 1: Bepflanzung eines Bachlaufs

Geplant war die Bepflanzung des Randgebiets eines kleinen Flusses. Zufällig stießen wir im Internet auf ein PDF des Wasser- und Bodenverbandes, das die Bepflanzung der Ufer verbietet, da dies den Unterhalt des Bachlaufs erschwert.

Freundlicherweise informierten wir die "untere Wasserbehörde", die uns ratlos an die "untere Naturschutzbehörde" verwies. Diese wiederum teilte uns mit, dass sie aufgrund hoher Arbeitsbelastung eine längere Bearbeitungszeit benötige.

Nach zwei Monaten ohne Antwort und der Annahme, dass beide Behörden nicht nur mit einer Person besetzt sind, stellt sich die Frage, womit die Mitarbeiter ihre Zeit verbringen.

Unser Justiziar riet uns, die Bepflanzung trotzdem durchzuführen und im Falle einer behördlichen Beanstandung rechtliche Schritte einzuleiten.

Nur so funktioniert Umweltschutz in Deutschland.


Beispiel 2: Umwidmung einer Verkehrsfläche in Wald

Wir beantragten beim Katasteramt die Umwidmung einer als "Verkehrsfläche" ausgewiesenen Schneise im Wald in "Wald".

Das Katasteramt berief sich auf Google Maps und lehnte den Antrag ab. Unsere Argumentation, dass die Schneise durch Bepflanzung zu Wald umgewandelt werden könne, stieß zwar auf Zustimmung, bedarf aber der kostenpflichtigen Begutachtung durch ein vereidigtes Vermessungsbüro.

Fazit:

Statt Bürokratie abzubauen, wird Naturschutz durch unnötige Auflagen und komplizierte Verfahren ausgebremst. Das muss sich schleunigst ändern!


Anbei noch ein Video des Grundstücks (inklusive Absturz der Drohne). Immerhin erkennt man, das sich schon Setzlinge auf der "Verkehrsfläche" befinden.




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