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Knicks

Aktualisiert: 3. Dez. 2023

Das heutige "auf den Stock setzen" ist eine Perversion der ursprünglichen Idee des Knicks. Eigentlich werden die Bäume/Sträucher auf dem Knick unten geteilt und dann parallel zum Knick umgelegt. So bildet sich ein natürlicher Zaunschutz.

Die Landwirte heute holzen die Knicks ab, größere Hölzer werden als Brennholz verkauft und der Rest verbrannt. Das kann nicht im Sinne des Naturschutzes sein.

Ende des 19. Jahrhunderts begann die Zerstörung der Knicks. In den Jahren 1956 - 1970 wurden durch Flurbereinigungen ca. 70-80% aller Knicks zerstört.

Schon Hermann Löns schriebe um die Jahrhundertwende hierzu ein Gedicht:

Verkoppelung

Es geht ein Mann durch das bunte Land; Die Meßkette hält er in der Hand. Sieht vor sich hin und sieht sich um; »Hier ist ja alles schief und krumm.« Er mißt wohl hin und mißt wohl her; »Hier geht ja alles kreuz und quer!« Er blickt zum Bach im Tale hin; »Das Buschwerk dort hat keinen Sinn!« Zum Teiche zeigt er mit der Hand; »Das gibt ein Stück Kartoffelland!« Der Weg macht seinen Augen Pein; »Der muß fortan schnurgerade sein!« Die Hecke dünket ihm ein Graus; »Die roden wir natürlich aus!« Der Wildbirnbaum ist ihm zu krumm; »Den hauen wir als ersten um!« Die Pappel scheint ihm ohne Zweck; »Die muß da selbstverständlich weg!« Und also wird mit vieler Kunst Die Feldmark regelrecht verhunzt


Gerade heute habe ich wieder einen Knick gesehen auf dem nicht mal ein Überhänger stehen geblieben ist:


abgeholzter Knick
abgeholzter Knick in Oering

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