Drei Bachen, viele Frischlinge und ein alter Einzelgänger

Manchmal erzählen Bilder mehr über den Zustand eines Ökosystems als jede Statistik. In den vergangenen Wochen konnten wir, eMission-X, auf unseren Flächen gleich mehrere besondere Beobachtungen machen. Unsere Kamera erfasste Wildschweine mit Nachwuchs auf unseren Flächen. Darunter drei Bachen, viele Frischlinge und einen alter Einzelgänger.

Eine gescheckte Bache mit ihrem Nachwuchs

Den Anfang macht eine besonders gefärbtes Tier. Es ist eine gescheckte Bache, die gemeinsam mit ihren Frischlingen unterwegs war. Die auffällige Fellzeichnung macht sie unverwechselbar und zeigt, wie vielfältig die Natur sein kann. Die Frischlinge blieben stets dicht bei ihrer Mutter, während sie aufmerksam die Umgebung erkundeten und nach Nahrung suchten.

Solche Beobachtungen sind ein schönes Zeichen dafür, dass die Tiere auf unseren Flächen ausreichend Deckung, Ruhe und Nahrung finden.

Eine zweite Bache mit dem Nachwuchs auf Entdeckungstour

Eine weitere Bache mit jungen Frischlingen ist zu sehen. Die Jungtiere folgen ihrer Mutter im Gänsemarsch durch die Vegetation und lernen dabei die Umgebung kennen. In den ersten Lebenswochen sind die Jungtiere noch besonders auf den Schutz und die Erfahrung ihrer Mutter angewiesen.

Für uns sind solche Aufnahmen ein Hinweis darauf, dass sich die Flächen als Rückzugsraum für Wildtiere eignen und wichtige Funktionen für die lokale Artenvielfalt übernehmen.

Familienleben im Verborgenen

Die dritte Bache zeigte sich ebenfalls mit mehreren Frischlingen. Obwohl Wildschweine oft als häufige Art wahrgenommen werden, bleibt ein Großteil ihres Familienlebens für Menschen unsichtbar. Umso spannender ist es, Einblicke in diese sozialen Strukturen zu erhalten.

Die Bachen kümmern sich intensiv um ihren Nachwuchs und verteidigen ihn entschlossen gegen mögliche Gefahren. Die Frischlinge wachsen schnell heran, bleiben aber über viele Monate eng mit ihrer Mutter verbunden.

Der Einzelgänger

Etwas später nahm unsere Kamera noch ein einzelnes Wildschwein auf. Vermutlich handelt es sich um einen älteren Keiler, der außerhalb der Familiengruppen unterwegs ist. Solche Tiere leben häufig deutlich zurückgezogener und legen größere Strecken zurück als Bachen mit ihrem Nachwuchs.

Unsere Flächen haben also nicht nur Bedeutung für die Aufzucht von Jungtieren, sondern werden auch von ausgewachsenen Tiere als Lebensraum genutzt.

Was diese Beobachtungen für unsere Arbeit bedeuten

Jede Sichtung, also auch die Wildschweine mit ihrem Nachwuchs auf unseren Flächen bestätigt, wie wichtig ungestörte Rückzugsräume für alle Wildtiere sind.

Wo Natur sich weitgehend ohne menschliche Eingriffe entwickeln kann, entstehen Lebensräume für zahlreiche Arten – vom Insekt bis zum Wildschwein.

Unsere Aufgabe ist dabei denkbar einfach. Es gilt die Flächen dauerhaft zu sichern, der Natur zurückgeben und ihr die Zeit lassen, sich selbst zu entfalten.

Denn manchmal ist Naturschutz nicht das, was Menschen tun. Sondern das, was sie bewusst unterlassen!

Impressionen – Video

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