Pflanzaktion am 1. November 2026 – Mecklenburg-Vorpommern
Manchmal braucht es gar nicht viel, um der Natur eine neue Chance zu geben. Ein kleines Stück Land, ein paar junge Gehölze, Menschen, die mit anpacken – und vor allem die Gewissheit, dass diese Fläche dauerhaft der natürlichen Entwicklung überlassen bleibt.
Am 1. November 2026 waren wir erneut auf unserem Grundstück in Kückenshagen in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. Mit 26 neu gepflanzten Bäumen und Sträuchern aus sieben verschiedenen Arten haben wir einen weiteren Schritt unternommen, um die ökologische Vielfalt auf der Fläche zu fördern.
Ein kleines Grundstück mit besonderen Herausforderungen
Unser Grundstück in Kückenshagen umfasst rund 1.150 Quadratmeter und liegt inmitten einer intensiv genutzten Agrarlandschaft.
Bereits in der Vergangenheit hatten wir dort junge Gehölze gepflanzt. Doch bei der Bewirtschaftung der angrenzenden Ackerflächen wurden Teile der Pflanzung überpflügt.
Um die Grundstücksgrenzen künftig deutlicher erkennbar zu machen, haben wir deshalb eine Reihe von Holzpfählen gesetzt. Sie sollen helfen, weitere unbeabsichtigte Eingriffe zu vermeiden.
Die erneute Pflanzung konzentrierte sich auf einen kleineren Bereich des Grundstücks, in dem wir die natürliche Entwicklung gezielt anstoßen möchten.

Sieben Gehölzarten aus regionaler Herkunft
Bei der Auswahl der Pflanzen haben wir nicht nur auf unterschiedliche Wuchsformen und ihre ökologische Bedeutung geachtet, sondern auch auf ihre Herkunft.
Die 26 Gehölze wurden von der Baumschule Baumland.de geliefert. Sämtliche Pflanzen stammen nach bestätigter Herkunftsangabe aus dem Vorkommensgebiet 1 (VKG 1 – Norddeutsches Tiefland). Damit setzen wir auf gebietseigenes Pflanzmaterial, das zur regionalen Artenvielfalt passt.
Und eine kleine Überraschung gab es bei der Lieferung gleich mit: Die Baumschule hatte unsere Pflanzen bereits mit dem Pflanzort Kückenshagen und dem Namen eMission-X gekennzeichnet.

Sogar die Baumschule Baumland.de wusste schon, wohin die Reise geht: Kückenshagen – eMission-X.
Folgende Gehölze haben wir gepflanzt:
- 7 × Kreuzdorn (Rhamnus cathartica)
- 5 × Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna)
- 4 × Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)
- 4 × Hundsrose (Rosa canina)
- 3 × Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus)
- 2 × Feldahorn (Acer campestre)
- 1 × Hainbuche (Carpinus betulus)
Die unterschiedlichen Blüten, Früchte und Wuchsstrukturen können künftig Insekten, Vögeln und anderen Tieren Nahrung, Rückzugsmöglichkeiten und Lebensraum bieten.
Dabei geht es uns nicht darum, einen fertigen Wald zu gestalten. Die Pflanzung ist lediglich eine Starthilfe. Langfristig sollen natürliche Prozesse bestimmen, welche Arten sich etablieren und wie sich die Vegetation entwickelt.


Jeder Pflanzstandort wird dokumentiert
Neben der eigentlichen Pflanzarbeit haben wir die Standorte der jungen Gehölze mithilfe einer RTK-unterstützten Positionierung erfasst.
Die Dokumentation ermöglicht es uns, die einzelnen Pflanzen später wiederzufinden und ihre Entwicklung über die kommenden Jahre zu beobachten.
Welche Gehölze wachsen erfolgreich an? Wo siedeln sich weitere Pflanzen von selbst an? Und wie verändert sich die Fläche, wenn sie dauerhaft sich selbst überlassen bleibt?
Solche Fragen wollen wir künftig anhand eigener Beobachtungen und Messungen beantworten.
Unser Ziel ist es, nicht nur Pflanzaktionen festzuhalten, sondern die tatsächliche Entwicklung unserer Grundstücke langfristig nachvollziehbar zu machen.
Unterstützung, die dauerhaft Wirkung entfaltet
Die Pflanzaktion wurde durch zwei private Unterstützer ermöglicht.
Beiden danken wir herzlich für ihre Unterstützung!
Die zugeordneten Pflanzstandorte werden dokumentiert, sodass nachvollziehbar bleibt, welche Gehölze durch ihre Beiträge gepflanzt werden konnten.
Für uns bedeutet diese Unterstützung mehr als die Finanzierung einzelner Pflanzen. Sie hilft dabei, auf unseren eigenen Grundstücken wieder Lebensräume entstehen zu lassen, die langfristig ohne wirtschaftliche Nutzung auskommen.
Die Natur übernimmt
Mit dem Pflanzen ist unsere Aufgabe nicht vollständig beendet. Gerade in den ersten Jahren werden wir beobachten, wie sich die Gehölze entwickeln und ob weitere Schutzmaßnahmen erforderlich sind.
Aber unser langfristiges Ziel ist ein anderes: möglichst wenig eingreifen.
Die Natur soll selbst entscheiden, welche Pflanzen sich durchsetzen, welche Tiere die Fläche besiedeln und wie sich das Grundstück über Jahrzehnte verändert.
Denn echte Wildnis entsteht nicht nach einem fertigen Pflanzplan. Sie entsteht dort, wo natürliche Entwicklung wieder zugelassen wird.
26 neue Gehölze sind ein kleiner Anfang. Die eigentliche Geschichte schreibt von jetzt an die Natur.
More wild.
eMission-X gGmbH – Rewilding Germany
Wir erwerben Grundstücke in Deutschland, um sie dauerhaft der natürlichen Entwicklung zu überlassen. Ohne forst- oder landwirtschaftliche Nutzung und mit möglichst wenigen menschlichen Eingriffen.







